Roastbeef am Stück zartrosa bei 80 Grad

Roastbeef am Stück zartrosa bei 80 Grad

Roastbeef schön gediegen bei 80 Grad garen. Wenn du mal ein gutes Stück Fleisch für alle deine Jungs bruzzeln möchtest. Mit diesem Rezept bekommst du für rund 10 Leute Fleisch am Start. Innen noch zart rosa und schön saftig. Dazu die passenden Beilagen, dann fluppt es. Wenn du die Augen offen hältst, dann kannst du Rinder-Roastbeef schon für rund 9 EUR das Kilo im Angebot bekommen.

Kleine Fleischkunde

Das Roastbeef wird aus dem Rücken des Rindes gewonnen. Der Fettanteil liegt als Schicht auf dem Fleisch und lässt sich leicht entfernen (siehe Bilder unten). Wenn du dich nicht an dieses Rezept hier halten möchtest und lieber einzelne Stücke draus schneidest, dann ist es zwar das selbe Fleisch, es ändert seinen Namen aber von Roastbeef in Rumpsteak.

Zutaten

Roastbeef (wir haben 2,5 kg am Stück gegart)
Sonnenblumenöl (alternativ Butterschmalz)

Optional in diesem Rezept
Knoblauch
Thymian

Zubereitung

Bei 2,5 kg macht es Sinn, das Stück Roastbeef in zwei Teile zu zerlegen. Ansonsten hast du vermutlich Schwierigkeiten, es weiter zu verarbeiten.

Kümmern wir uns zunächst um den Fettrand. Es liegt in deiner Entscheidung, aber wir halten es für sinnvoller, den Fettrand zu entfernen. Bei einem Rumpsteak würden wir ihn dran lassen, um den Geschmack für das Einzelstück zu fördern. Hier garst du aber ein ganzes Stück und schneidet es erst hinterher zu. Deshalb solltest du Folgendes bedenken:
Wie du gleich sehen wirst, muss das Roastbeef vorab scharf angebraten werden. Du musst das Fett also ebenfalls scharf anbraten, um ein ansehnliches Fleisch zu bekommen, da der Fettrand ansonsten zu labbrig wirkt. Dann läufst du aber Gefahr, dass das Fleisch beim scharfen Anbraten zu viel gart und es am Ende nicht mehr “medium” / “medium rare”, sondern eher “well done” sein wird. Außerdem fördert die Fettschicht beim Anbraten eine krasse Rauchentwicklung. Und wenn du nicht unbedingt scharf darauf bist, danach deine Bude zu putzen, solltest du auf das Fett verzichten.

Also ab mit dem Fettrand. Dafür nutzt du entweder ein Filetier- oder ein Fleischmesser.

Hast du das erledigt, geht es ans Anbraten. Angebraten wird in einem ordentlichen Stück Butterschmalz oder nem gesunden Schuss Sonnenblumennöl. Wenn du hast, dann gib noch Knoblauch und Thymian hinzu. Wie man Knoblauch effektiv schält, erfährst du HIER
Scharf anbraten bedeutet: Gib vollen Stoff auf den Ofen, also höchste Stufe. Auf der anderen Seite ist es aber absolut ausreichend, wenn du das Stück nur rund 30 Sekunden von jeder Seite anbrätst (maximal 1 Minute je Seite).

Und noch 30 Sekunden (bis 60 Sekunden) auf der anderen Seite.

Jetzt nimmst du ein Backblech, und schlägst es in Alufolio ein. Leg die beiden Stücke auf das Backblech und verteile den Sud über das Fleisch. Knoblauch und Thymian ebenfalls mit drauf.

Das Rind darf nun endlich in den Ofen und zwar bei 80 °C auf Umlufthitze. Stellt sich noch die Frage, wie du den passenden Garpunkt erreichst. Um das Fleisch “medium rare” bis medium zu bekommen, sollte das Fleisch zum Schluss eine Kerntemperatur von 55 bzw. 58 °C haben.

Grillthermometer

Hierzu eignet sich am besten natürlich ein Grillthermometer, wie z. B. das von Santos:

Dicke und Zeit

Wenn du kein Grillthermometer zur Hand hast, bleibt lediglich die Garzeit in etwa zu schätzen. Da das Roastbeef eher flach ist, kannst du zwischen 2 und 2,5 Std. ansetzen, um ein gutes Resultat zu erziehlen.

Unser Fleisch war für 2,5 Std. bei 80 °C im Ofen. Das Ergebnis in unserem Fall ist zart rosa.

Tipp: Wenn du noch Fleisch übrig hast, dann kannst du hervorragenden Aufschnitt fürs Frühstück draus machen. Schuss Remoulade dazu und die Sache läuft.

Die Kurzform noch einmal als PDF zum Download.

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